Die Geschichte zum Nachlesen

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Datum: 17.04.2018

Dienstag, 17. April 2018


KOMMENTAR: Dreizehn Jahre nach der Rückkehr von Esra bekam Nehemia, der Mundschenk des Königs von Persien (übrigens ein Posten, der die höchste Stufe sicherheitsmäßiger Unbedenklichkeit verlangte), Besuch von seinem Bruder, der in Juda lebte. Nehemia war natürlich sehr gespannt darauf, Neuigkeiten aus Jerusalem zu hören. Doch Nehemia machte die gleiche Erfahrung wie Esra einige Jahre zuvor: Die Nachrichten waren nicht so gut, wie er erhofft hatte. Doch hören wir ihn selbst!

 

BIBEL: Dies sind die Erlebnisse Nehemias, des Sohnes Hachaljas. Im Monat Kislev des 20. Jahres hielt ich mich in der Burg Susa auf. Da bekam ich Besuch von Hanani, einem meiner Brüder, und einigen Männern aus Juda. Ich erkundigte mich nach den Juden, welche die Gefangenschaft überlebt hatten, und fragte nach Jerusalem. Sie antworteten mir: »Die Leute, die in die Provinz Juda zurückgekehrt sind, leben in großer Not und Bedrängnis. Die Stadtmauer von Jerusalem liegt noch in Trümmern und die Stadttore sind verbrannt.« Als ich das hörte, setzte ich mich nieder und weinte. Tagelang trauerte ich, fastete und betete zu dem Gott des Himmels. Schließlich sagte ich: »Ach Herr, Gott des Himmels, großer und Ehrfurcht gebietender Gott, der seinen Bund der beständigen Liebe denen hält, die ihn lieben und seinen Geboten gehorchen. Hör mir doch bitte zu und sieh herab, öffne deine Ohren für das Flehen deines Dieners! Tag und Nacht bitte ich dich für die Israeliten, deine Diener, und bekenne dir ihre Sünden, mit denen wir gegen dich schuldig geworden sind. Auch meine Familie und ich haben gesündigt! Wir haben böse gegen dich gehandelt und deine Gebote, Vorschriften und Gesetze nicht befolgt, die du uns durch deinen Diener Mose gegeben hast. Denk daran, was du deinem Diener Mose mitgegeben hast: `Wenn ihr untreu seid, werde ich euch unter die Völker zerstreuen. Doch wenn ihr zu mir zurückkehrt und meine Gebote haltet, so werde ich euch - selbst wenn ihr bis an die Enden der Erde vertrieben seid - von dort sammeln und euch an den Ort bringen, den ich erwählt habe, damit mein Name dort verehrt wird.´ Sie sind ja deine Diener und das Volk, das du durch deine große Kraft und mit deiner starken Hand erlöst hast. Herr, höre auf das Gebet deines Dieners und das Flehen all derer, die Freude daran haben, dich zu ehren. Lass deinen Diener doch heute Erfolg haben und gib diesem Mann Erbarmen für mich.« Denn ich war Mundschenk des Königs.

 

Nehemia 1,1-11

 

KOMMENTAR: Der Tempel in Jerusalem war fertiggestellt, doch die Stadtmauern lagen immer noch in Trümmern. Eine Stadt ohne Mauern? Das war im Grunde so, als würde man Diebe einladen, ungehindert durchs eigene Haus zu gehen. So entschied sich Nehemia, sein Volk anzuleiten, die Mauern wieder aufzubauen. Allerdings bedurfte ein solches Vorhaben der ausdrücklichen Genehmigung durch Artaxerxes, den König von Persien. Nachdem Nehemia in dieser heiklen Angelegenheit Gott um seine Hilfe gebeten hatte, trug er dem König sein Anliegen vor. Und Artaxerxes fand den Vorschlag nicht nur gut, sondern entliess Nehemia mit Papieren, die ihm sicheres Geleit und Unterstützung zusicherten. Nun stand ihm eine harte Aufgabe bevor, lange Tage und ruhelose Nächte, doch Nehemia packte alles zusammen und führte seine Karawane Richtung Jersualem.

 

BIBEL: Als ich nach Jerusalem kam und drei Tage dort gewesen war, machte ich mich nachts auf mit ein paar Männern. Ich hatte noch niemandem davon erzählt, was Gott mir als Plan für Jerusalem ins Herz gegeben hatte. Auch hatte ich kein Tier bei mir außer dem, auf dem ich ritt. Ich ritt also bei Nacht durch das Taltor hinaus und am Drachenquell vorüber zum Misttor, um die eingerissenen Mauern Jerusalems und die niedergebrannten Tore zu begutachten. Dann ritt ich weiter zum Quelltor und zum Königsteich, aber da war kein Durchkommen. So ging ich zu Fuß bei Nacht das Bachtal hinauf und begutachtete die Mauer, bevor ich umdrehte und durch das Taltor wieder zurückkehrte. Die Oberhäupter der Stadt wussten jedoch nicht, wohin ich gegangen war und was ich tat. Denn bis dahin hatte ich niemanden von den Juden, weder die Priester noch die vornehmen Bürger, die Oberhäupter der Stadt oder die Übrigen, welche die Arbeit ausführen sollten, eingeweiht. Jetzt sagte ich zu ihnen: »Ihr seht das Elend, in dem wir uns befinden: Jerusalem ist verwüstet und seine Tore sind niedergebrannt. Kommt, lasst uns die Stadtmauer Jerusalems wieder aufbauen, damit wir nicht länger ein Gespött sind!« Und ich erzählte ihnen, wie Gott seine gütige Hand über mich gehalten hatte und auch, was der König zu mir gesagt hatte. Darauf antworteten sie mir: »Wir wollen anfangen und bauen!« Und sie machten sich an das gute Werk. Als der Horoniter Sanballat, der Ammoniter Tobija und der Araber Geschem das hörten, spotteten sie über uns und verhöhnten uns: »Was habt ihr vor? Wollt ihr euch etwa gegen den König auflehnen?« Da entgegnete ich ihnen: »Der Gott des Himmels ist es, der uns Gelingen geben wird. Und wir, seine Diener, werden ans Werk gehen und bauen. Für euch aber gibt es keinen Anteil, keinen Rechtsanspruch und kein Andenken in Jerusalem.«

 

Nehemia 2,11-18



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