Die Geschichte zum Nachlesen

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Datum: 21.04.2018

Samstag, 21. April 2018


KOMMENTAR: Die Israeliten hatten also in der Tat nicht nur den Tempel und die Mauern Jerusalems wiederaufgebaut, sie beteten Gott auch wieder in der vorgeschriebenen Weise an. Doch nicht wenige wichen im Laufe der Zeit erneut von dem gemeinsamen Glauben ab, selbst Priester. Da berief Gott Maleachi, den letzten Propheten des Alten Testaments, dem Volk eine letzte Botschaft

zu überbringen.

Wahrscheinlich war Maleachi ein Zeitgenosse von Esra und Nehemia. Vermutlich trat er mit seiner Prophetie aber erst nach dem Tod Esras vor das Volk, also in der Zeit, in der Nehemia an den königlichen Hof zurückberufen worden war. Durch Maleachi warnte Gott sein Volk noch einmal eindringlich vor Heuchelei, doch er erinnerte es auch immer wieder daran, dass er die Verheißungen seines Bundes niemals zurücknehmen würde.

 

BIBEL: Der Herr, der Allmächtige, spricht zu euch Priestern, die meinen Namen verachten: »Ein Sohn ehrt seinen Vater und ein Diener achtet seinen Herrn. Ich bin euer Vater und ich bin euer Herr, doch wo ist eure Achtung? Stattdessen verachtet ihr mich! Doch ihr fragt: `Inwiefern verachten wir dich?´ »Ihr bringt mir gestohlene, verkrüppelte und kranke Tiere und opfert sie! Sollte ich diese wirklich wohlwollend von euch annehmen?«, fragt der Herr. »Verflucht sei der Betrüger, der dem Herrn einen Bock aus seiner Herde verspricht und dem Herrn dann ein fehlerhaftes Tier opfert. Denn ich bin ein mächtiger König«, spricht der Herr, der Allmächtige, »und die Völker haben Ehrfurcht vor meinem Namen!

 

Maleachi 1,6; 1,13b-14

 

BIBEL: Haben wir nicht alle denselben Vater? Hat uns nicht ein Gott geschaffen? Warum können wir dann einander nicht treu sein, sondern brechen den Bund unserer Väter? In Juda herrscht Treulosigkeit, in Israel und in Jerusalem wurden abscheuliche Taten begangen. Denn Juda hat das geliebte Heiligtum des Herrn entweiht und die Töchter eines ausländischen Gottes geheiratet. Der Herr wird jeden Mann, der dies getan hat, mit seiner ganzen Familie aus Israel ausstoßen und töten, selbst wenn er dem Herrn, dem Allmächtigen, Opfer bringt. Und noch etwas werfe ich euch vor: Ihr bedeckt den Altar des Herrn mit Tränen. Ihr weint und jammert, weil er von euren Opfern nichts wissen will und sie aus eurer Hand nicht wohlwollend annimmt. Ihr fragt: »Warum?« Weil der Herr Zeuge war zwischen dir und der Frau deiner Jugend. Doch du bliebst ihr nicht treu, obwohl sie deine Lebensgefährtin war, mit der du den Bund geschlossen hast. Niemand, in dem noch ein Rest des Geistes war, handelte so. Sondern er soll Nachkommen hervorbringen, die zu Gott gehören. Hüte dich deshalb bei deinem Leben und brich der Frau deiner Jugend nicht die Treue.

 

Maleachi 2,10-15

 

KOMMENTAR: Dieser Abschnitt wird vordergründig oft als vehementes Verbot der Scheidung ausgelegt. Dennoch geht es darin aber hauptsächlich um die Klage Gottes gegenüber der Priesterschaft und über sie hinaus gegenüber dem ganzen Volk, denn Juda ist wieder auf dem besten Weg, den Bund zu brechen, seinen Gott zu verstossen. Dieser Text greift ein Motiv auf, das in den alttestamentlichen Schriften immer wieder vorkommt: Gott in der Rolle der Frau, die man in der Jugend geheiratet hat, derer man aber irgendwann einmal überdrüssig wird, sodass man den Bund aufkündigt. Im Neuen Testament klingt es dann ganz ähnlich: „Doch eines vermisse ich sehr: Du liebst mich nicht mehr so wie zu Anfang“ (Offenbarung 2, Vers 4).

 

BIBEL: »Denn ich bin der Herr und ich habe mich nicht geändert. Und ihr, ihr Nachkommen Jakobs, seid noch immer Jakobs Nachkommen. Wie eure Väter habt ihr meine Gebote nicht gehalten und ihnen nicht gehorcht. Kehrt um zu mir, dann werde ich mich auch euch zuwenden«, spricht der allmächtige Herr. »Doch ihr fragt: `Warum sollen wir umkehren?´ Darf ein Mensch Gott betrügen? Ihr habt mich betrogen! Und dann fragt ihr noch: `Womit sollen wir dich betrogen haben?´ Mit dem Zehnten und den Abgaben. Ihr seid verflucht, denn das ganze Volk hat mich betrogen. Bringt den kompletten zehnten Teil eurer Ernte ins Vorratshaus, damit es in meinem Tempel genügend Nahrung gibt. Stellt mich doch damit auf die Probe«, spricht der allmächtige Herr, »ob ich nicht die Fenster des Himmels für euch öffnen und euch mit unzähligen Segnungen überschütten werde! Euretwegen werde ich den Fresser bedrohen, damit er euch nicht mehr um eure Ernte bringt und damit der Weinstock auf dem Feld wieder Früchte trägt«, spricht der allmächtige Herr. »Dann werden euch alle Völker beglückwünschen, denn euer Land wird ein Land sein, das Gott gefällt«, spricht der allmächtige Herr. »Ihr habt mich mit euren Worten beleidigt«, spricht der Herr. »Doch ihr fragt: `Was haben wir denn gegen dich gesagt?´ Ihr sagt: `Welchen Wert hat es, Gott zu dienen? Was haben wir davon, dass wir seine Gebote befolgen und unsere falschen Wege vor dem Herrn, dem Allmächtigen, bereuen? Den Gottlosen geht es viel besser: Obwohl sie Böses tun, geht es ihnen gut; ja, sie stellten Gott auf die Probe und wurden trotzdem nicht bestraft.´« Da unterhielten sich die, die den Herrn achteten, miteinander, und der Herr bemerkte es und hörte ihnen zu. Und er ließ alle, die Ehrfurcht vor ihm hatten und seinen Namen achteten, in ein Buch eintragen, um sich an sie zu erinnern. »An dem Tag, an dem ich handle, werden sie mir gehören«, spricht der allmächtige Herr. »Ich werde sie verschonen, wie ein Vater sein Kind verschont, das ihn achtet. Dann werdet ihr den Unterschied zwischen den Gerechten und den Gottlosen, zwischen denen, die Gott dienen, und denen, die dies nicht tun, erkennen. Der Tag kommt, der wie ein Feuer brennt. Dann werden alle Hochmütigen und Gottlosen wie Stroh sein, das der kommende Tag verbrennt«, spricht der Herr, der Allmächtige. »Weder Zweige noch Wurzeln wird er von ihnen übrig lassen. Für euch aber, die ihr meinen Namen achtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, und ihre Strahlen werden Heilung bringen. Ihr werdet hinausgehen und vor Freude hüpfen wie Kälber, die auf die Weide gelassen werden. An dem Tag, an dem ich handle, werdet ihr die Gottlosen zertreten, sodass sie zu Staub unter euren Füßen werden«, spricht der allmächtige Herr. »Denkt an die Anweisungen, Gebote und Vorschriften, die ich meinem Diener Mose am Horeb für ganz Israel gab. Doch bevor der große und schreckliche Tag des Herrn kommt, sende ich euch den Propheten Elia. Er wird die Herzen der Väter ihren Kindern und die Herzen der Kinder ihren Vätern zuwenden, damit ich bei meinem Kommen nicht das Land vernichten muss.«

 

Maleachi 3,6-23



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